Zukunftsfähige Landwirtschaft WS18/19

Du möchtest aktiv an einem interdisziplinären Transformationsprozess, hin zu einer ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigen Gesellschaft, teilnehmen und einen umfassenden kritischen Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft erhalten?

Dann komm' zu unserer Ringvorlesung:

Wir laden alle Interessierten ganz herzlich ein, die öffentlichen Ringvorlesungen zu besuchen! Zusätzlich kann jede/r von der MLU Halle  sich bei studIP für die Veranstaltung eintragen. Dort bieten wir einen Überblick aller Vorlesungen und Filme. Außerdem wird ein Diskussionsforum geboten und die Skripte unserer ReferentInnen werden zur Verfügung gestellt.

Der Inhalt der einzelnen Vorlesungen, Filmveranstaltungen und der Exkursion für ASQ-TeilnehmerInnen ist auf dieser Webseite, beschrieben.

wichtige Termine im Überblick:

  • Die Bewerbungsfrist für das ASQ WS18/19 endet am 29.10. Wenn du Interesse daran hast, schick' uns bitte bis dahin ein Motivationsschreiben an zulawi@sfi-halle.de
    Die dazugehörigen Seminare finden an folgenden Terminen statt:

    • 05.11.2018   17-19 Uhr: Einführungsseminar
    • 24.11.2018   10-16 Uhr: Blockseminar zum Thema "Einflussgrößen in der Landwirtschaft auf die Umwelt - Boden, Klima, Biodiversität" mit Paul Hofman
    • 08.12.2018   10-16 Uhr: Blockseminar zum Thema "Solidarische Landwirtschaft" mit Marius Rommel
    • 18.12.2018   17-19 Uhr: Technische Hilfestellung zur Kurzfilmproduktion
    • 15.01.2019   17-19 Uhr: Abschlussseminar


  • Die Vorlesungen sind am 01.11., 08.11., 22.11., 29.11., 06.12., 13.12., 10.01. jeweils um 19 Uhr im Audimax HS XXIII auf dem Universätsplatz in Halle (Saale).
  • Die Filmveranstaltungen finden um 18:45 Uhr am 14.11. sowie 19.12. im PUSCHKINO statt.

Hier geht es zum Videomaterial, unserer bisherigen Ringvorlesungen: [LINK]

Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne an uns wenden: zulawi@sfi-halle.de

kommende Termine

Film » INHABIT «

Im Einklang mit Natur, Pflanze und Tier leben und dabei noch einen positiven Fußabdruck auf der Erde hinterlassen? Das alles scheint mit Permakulturen möglich.
Ob im Garten, auf dem Dach, nebenan im Park oder im großen Stil, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
„Inhabit“ porträtiert eine Reihe engagierter Menschen, die aus Leidenschaft zur Natur Landwirtschaft anders gestalten wollen.
Und eins wird deutlich: Wir Menschen tragen die Kräfte die Erde zu retten in uns, wir müssen sie nur nutzen!

Anschließend möchten wir gemeinsam mit euch diskutieren welche Bedeutung gelebte Utopien heutzutage für eine Gesellschaft haben können und welches Transformationspotential ihnen innewohnt.

Mittwoch, 19. Dezember 2018, 18:45 Uhr
Puschkino

LANDWIRTSCHAFT 4.0 - Bauer sucht Cloud

Die Landwirtschaft ist unlängst digital, denn seit vielen Jahren nutzen Landwirte Systeme, die die Arbeit erleichtern und einen effizienteren und nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen versprechen können. Unter Digitalisierung versteht man im Allgemeinen den Transfer von analogen Informationen zu Digitalen und im Weiteren die Automatisierung von Arbeitsprozessen. Sie beginnt in der Landwirtschaft bei digitalen Ackerschlagkarteien, geht über automatische Melkroboter, hin zu ersten Prototypen von selbstfahrenden Traktoren.
Wie sieht es aus mit Datenschutz und Datenhoheit? Lässt sich Zeit sinnvoll einsparen oder verlagert sich der Aufwand nur? Beschleunigt der Innovationsdrang einen rasanten Strukturwandel und führt möglicherweise zu einem Bezugsverlust zur bäuerlichen Praxis?
Diese und weitere Fragen zur praktischen Ausrichtung aber auch grundlegende Fragen zur Digitalisierung sollen in der Podiumsdiskussion aufgegriffen und geklärt werden.

Es diskutieren:
Bernd Voß, Landwirt und Abgeordneter im Landtag Schleswig-Holstein für Bündnis 90/Die Grünen

Harald Ebner, Diplom- Agraringenieur, Mitglied des Bundestages und beim Bündnis 90/Die Grünen

Marc Büchner, Geschäftsführer des Landwirtschaftsunternehmens Elsteraue

Moderation sowie eine VertreterIn der Digitatlisierungsbranche werden bald bekanntgegeben

Eintritt frei.

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19:00 Uhr
AudiMax, Hörsaal XXIII

vergangene Termine

DAS MILCHSYSTEM - Von Krise zu Krise

Eine Podiumsdiskussion über die Zukunft der europäischen Milchwirtschaft

Mehr Milch produzieren - für viele Milchviehbetriebe ist dies der einzige Weg, die Kosten des geringen Milchpreises zu kompensieren. Doch diese Art zu Wirtschaften birgt langfristig viele Probleme in sich. So wird z.B. der Preis durch die Produktionssteigerung noch stärker gedrückt und erhöht die finanzielle Belastung der MilchproduzentInnen. Unter solchen Marktverhältnissen stellt sich die Frage, inwiefern ein solches Milchsystem für die LandwirtInnen noch tragbar ist?
In der diesjährigen Auftaktveranstaltung wollen wir einen Einblick in den bestehenden Milchmarkt geben, über die Interessen und Handlungsspielräume der einzelnen AkteurInnen aufklären und den Einfluss politischer Maßnahmen diskutieren. Ziel ist es, eine Sektorstrategie für ein nachhaltiges Milchproduzieren zu entwerfen.

Es diskutieren unter der Moderation von Dr. Tanja Busse:

Ulrich Westrup: Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG e.V.), Landwirt

Prof. Dr. Onno Poppinga: Pensionierter Professor der Universität Witzenhausen, Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft e.V. (AbL e.V.)

Heinrich Daseking: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Peter Schuchmann: Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. (BDM e.V.) , Landwirt

Eintritt frei.

Donnerstag, 1. November 2018, 19:00 Uhr
AudiMax, Hörsaal XXIII

KLIMAWANDEL IN DER LANDWIRTSCHAFT - Eine Skizze der Zukunft

Die vergangene „Jahrhunderthitze 2018” hat uns die Wirkmächtigkeit des Klimawandels noch einmal vor Augen geführt. Und auch in Zukunft kann davon ausgegangen werden, dass Extremwetterereignisse wie Dürren oder Starkregen sich weiter häufen werden. Doch welche Möglichkeiten hat die Landwirtschaft im Allgemeinen und welche Strategien haben z.B. Pflanzen, sich an die verändernden Klimabedingungen anzupassen? Die Landwirtschaft als solche steht nicht nur auf Seiten der Betroffenen, sondern ist auch (Mit-)Verursacher jener klimatischen Veränderungen.

In dieser Veranstaltung möchten wir die zukünftigen Herausforderungen, die auf die Landwirtschaft zukommen, mit Dr. Benjamin Leon Bodirsky vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Prof. Dr. Marcel Quint von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg diskutieren.

Eintritt frei.

Donnerstag, 8. November 2018, 19:00 Uhr
AudiMax, Hörsaal XXIII

Film » LANDGRABBING «

Weltweit haben Konzerne eine neue profitbringende Investitionsmöglichkeit gefunden: Ackerflächen. In Zeiten der Verknappung von Nahrungsmitteln und Ackerböden, sind sie auf der Jagd nach immer mehr Standorten, um die Produktion landwirtschaftlicher Produkte noch weiter zu intensivieren. Der Film zeigt, welche Auswirkungen global agierende InvestorInnen auf kommunal wirtschaftende LandwirtInnen haben, wobei schonungslos portraitiert wird, wie Jahrhunderte alte Strukturen vernichtet werden und Existenzen an den Rand des Ruins gebracht werden. Doch wer befördert diese Entwicklung? Steckt nicht auch ein Teil der Tragödie bereits in unseren Konsumgütern?

Anschließend diskutieren wir mit Frau Prof.Dr. Insa Thesfeld von der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg.

Mittwoch, 14. November 2018, 18:45 Uhr
Puschkino

ENTWICKLUNGSMOTOR LANDWIRTSCHAFT - Wohlstand vom Acker?

Landwirtschaft als Entwicklungsmotor?! In vielen Ländern des afrikanischen Kontinents arbeitet der überwiegende Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft und somit nimmt die Debatte über die Ausrichtung der Agrarpolitik eine essentielle Rolle für Wirtschaft und Gesellschaft ein. Es stellt sich die Frage nach der Liberalisierung hin zum globalen Markt oder der Fokussierung auf die regionale Versorgung.
Im Zuge der Nahrungsmittelpreiskrise 2008 vollzog sich in der Agrarpolitik einiger Entwicklungsländer ein Paradigmenwechsel. Die Tendenz die national wirtschaftlichen Grenzen aufzuweichen, hin zu einer am Weltmarkt orientierten Produktion, wurde durch eine Rückbesinnung auf protektionistische Maßnahmen abgelöst.
Auch die europäischen Agrarsubventionen stehen in diesem Zusammenhang in der Kritik. Obwohl die EU-Agrarpolitik über die letzten 25 Jahre viele Exportsubventionen gestrichen hat und die Subventionen sich vom Produkt entkoppelt haben, werden diese immer noch kritisiert verzerrende Auswirkungen auf die globalen Märkte zu haben.
Welche Strategien die Akteure verfolgen sollten um das Entwicklungspotential der Landwirtschaft für gesamtwirtschaftlichen Wachstum zu nutzen und inwiefern die GAP-Subventionen sich verzerrend auf die globalen Märkte auswirken können möchten wir mit Experten aus der Agrarentwicklungspolitik diskutieren.

Referenten:

Prof. Dr. Harald Grethe: Professor für Internationalen Agrarhandel und Entwicklung an der Humboldt Universität Berlin

Dr. Bernhard Walter: Referent für Ernährungssicherheit bei Brot für die Welt

Eintritt frei.

Donnerstag, 22. November 2018, 19:00 Uhr
AudiMax, Hörsaal XXIII

RAUS AUS DER PREISABHÄNGIGKEIT - Alternative Vermarktungsformen

In einem zunehmend liberalen Markt für landwirtschaftliche Produkte treten immer häufiger Preisschwankungen auf und gefährden so die Einkommenssicherheit in der Landwirtschaft. Spätestens seit der Milchkrise im Jahr 2015 ist die "wachsen oder weichen"-Problematik in der gesellschaftlichen Debatte angekommen, aber auch in anderen Produktionsbereichen entsteht durch globale Konkurrenz Preisdruck auf die Landwirte. Durch die veränderten klimatischen Bedingungen, dem Trend zu extremen Wettereignissen und der zunehmenden globalen Erschließung der Agrarmärkte ist anzunehmen, dass sich die Schwankungen in Zukunft häufen werden.
Während die Politik auf den Vorteilen des liberalen Marktes behaart, sind die landwirtschaftlichen Betriebe der Preisvolatilität mit langen Produktions- und Investitionszeiträumen ausgesetzt ohne kurzfristig reagieren oder in den Preisbildungsprozess eingreifen zu können. Dazu sinkt der Anteil der Landwirtschaft an der Wertschöpfungskette stetig.
Die Veranstaltung soll Möglichkeiten beleuchten, wie durch alternative Vermarktungsmethoden die Wertschöpfungskette im Betrieb verlängert werden kann und die ProduzentInnen unabhängiger von den Schwankungen des Marktes werden können.

Die Ringvorlesung besteht aus vier Impulsvorträge mit anschließender Messe für innovative VermarktungsvertreterInnen aus der Umgebung.

ReferentInnen:
Oliver Leipacher: Auenhof Biogärtnerei, SoLawi
Marianne Wagner: Netzwerk UNSER LAND, e.V.
Matthias Ulrich: Agrargenossenschaft Bad Dürrenberg e.G.
N.N.: Foodcoop Rübchen e.V.

Messe:
Foodsharing Halle, Kleine Feldwirtschaft Landsberg, Crummes Eck, Lochwitzer Allerei, Sterngartenodyssee, Biophilja Permakulturhof Halle, Radieschen

Eintritt frei.

Donnerstag, 29. November 2018, 19:00 Uhr
AudiMax, Hörsaal XXIII

SAATGUT - Gemeingut oder unter Patent?

Saatgut bildet die Grundlage all unserer Lebensmittel. Die Debatte darüber hat in den letzten Jahren viele rechtlich-ethische Fragen aufgeworfen. Die Forderung Biopatente auf die Saat setzten zu könne,n nahmen in den letzten Jahren auch mit der Weiterentwicklung neuer Züchtungsmethoden zu und auch in Supermärkten steht bereits patentiertes Gemüse zum Verkauf.
Sind diese Patente moralisch überhaupt vertretbar oder sind sie viel mehr notwendig, um Fortschritt und Wirtschaftlichkeit der Züchtung zu gewährleisten?
In unserer Veranstaltung zu diesem Thema möchten wir über die Vor- und Nachteile der Saatgutpatente diskutieren und Ihnen das alternative Konzept der „RightSeeds“
gegenüberstellen, welches Saatgut als Gemeingut, wie es bis 1920 der Fall war, sieht.

Julia Tschersich arbeitet und promoviert in der SÖF Nachwuchsforschungsgruppe "RightSeeds" und wird uns den entsprechen Standpunkt näher bringen.
Eine VertreterIn der Pflanzenzucht wird hier bald als zweite RednerIn bekanntgegeben.

Eintritt frei.

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19:00 Uhr
AudiMax, Hörsaal XXIII

AGRARENERGIE HEUTE - Wie steht es um erneuerbare Energien aus der Landwirtschaft?

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis 2050 auf 80% zu erhöhen, um langfristig nachhaltiger zu wirtschaften und die Umweltbelastungen zu reduzieren. Die Grundlagen wurden im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben. Doch was hat die Landwirtschaft mit der Energiewende zu tun? Viele LandwirtInnen produzieren nicht mehr nur Lebensmittel, sondern beteiligen sich auch an der Energieversorgung des Landes. Biomasse von Ackerflächen speisen Biogasanlagen, welche sich zum wichtigsten Energieträger der erneuerbaren Energien entwickelt haben. Hinter der Energieerzeugung steckt ein lukratives Geschäft, doch Landnutzungskonflikte sind die Folge.

Unsere Referenten für diese Veranstaltung sind Jaqueline Daniel-Gromke vom Deutsche Biomasse Forschungsinstitut (DBFZ) in Leipzig und Dr. Torsten Gabriel von der Fachagentur "Nachwachsende Rohstoffe e.V.".

Eintritt frei.

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 19:00 Uhr
AudiMax, Hörsaal XXIII