Aktuelles

ENTWICKLUNGSMOTOR LANDWIRTSCHAFT - Wohlstand vom Acker?

2018-11-22 // 19:00 Uhr // AudiMax, Hörsaal XXIII

Landwirtschaft als Entwicklungsmotor?! In vielen Ländern des afrikanischen Kontinents arbeitet der überwiegende Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft und somit nimmt die Debatte über die Ausrichtung der Agrarpolitik eine essentielle Rolle für Wirtschaft und Gesellschaft ein. Es stellt sich die Frage nach der Liberalisierung hin zum globalen Markt oder der Fokussierung auf die regionale Versorgung.
Im Zuge der Nahrungsmittelpreiskrise 2008 vollzog sich in der Agrarpolitik einiger Entwicklungsländer ein Paradigmenwechsel. Die Tendenz die national wirtschaftlichen Grenzen aufzuweichen, hin zu einer am Weltmarkt orientierten Produktion, wurde durch eine Rückbesinnung auf protektionistische Maßnahmen abgelöst.
Auch die europäischen Agrarsubventionen stehen in diesem Zusammenhang in der Kritik. Obwohl die EU-Agrarpolitik über die letzten 25 Jahre viele Exportsubventionen gestrichen hat und die Subventionen sich vom Produkt entkoppelt haben, werden diese immer noch kritisiert verzerrende Auswirkungen auf die globalen Märkte zu haben.
Welche Strategien die Akteure verfolgen sollten um das Entwicklungspotential der Landwirtschaft für gesamtwirtschaftlichen Wachstum zu nutzen und inwiefern die GAP-Subventionen sich verzerrend auf die globalen Märkte auswirken können möchten wir mit Experten aus der Agrarentwicklungspolitik diskutieren.

Referenten:

Prof. Dr. Harald Grethe: Professor für Internationalen Agrarhandel und Entwicklung an der Humboldt Universität Berlin

Dr. Bernhard Walter: Referent für Ernährungssicherheit bei Brot für die Welt

Eintritt frei.

RAUS AUS DER PREISABHÄNGIGKEIT - Alternative Vermarktungsformen

2018-11-29 // 19:00 Uhr // AudiMax, Hörsaal XXIII

In einem zunehmend liberalen Markt für landwirtschaftliche Produkte treten immer häufiger Preisschwankungen auf und gefährden so die Einkommenssicherheit in der Landwirtschaft. Spätestens seit der Milchkrise im Jahr 2015 ist die "wachsen oder weichen"-Problematik in der gesellschaftlichen Debatte angekommen, aber auch in anderen Produktionsbereichen entsteht durch globale Konkurrenz Preisdruck auf die Landwirte. Durch die veränderten klimatischen Bedingungen, dem Trend zu extremen Wettereignissen und der zunehmenden globalen Erschließung der Agrarmärkte ist anzunehmen, dass sich die Schwankungen in Zukunft häufen werden.
Während die Politik auf den Vorteilen des liberalen Marktes behaart, sind die landwirtschaftlichen Betriebe der Preisvolatilität mit langen Produktions- und Investitionszeiträumen ausgesetzt ohne kurzfristig reagieren oder in den Preisbildungsprozess eingreifen zu können. Dazu sinkt der Anteil der Landwirtschaft an der Wertschöpfungskette stetig.
Die Veranstaltung soll Möglichkeiten beleuchten, wie durch alternative Vermarktungsmethoden die Wertschöpfungskette im Betrieb verlängert werden kann und die ProduzentInnen unabhängiger von den Schwankungen des Marktes werden können.

Die Ringvorlesung besteht aus vier Impulsvorträge mit anschließender Messe für innovative VermarktungsvertreterInnen aus der Umgebung.

ReferentInnen:
Oliver Leipacher: Auenhof Biogärtnerei, SoLawi
Marianne Wagner: Netzwerk UNSER LAND, e.V.
Matthias Ulrich: Agrargenossenschaft Bad Dürrenberg e.G.
N.N.: Foodcoop Rübchen e.V.

Messe:
Foodsharing Halle, Kleine Feldwirtschaft Landsberg, Crummes Eck, Lochwitzer Allerei, Sterngartenodyssee, Biophilja Permakulturhof Halle, Radieschen

Eintritt frei.

SAATGUT - Gemeingut oder unter Patent?

2018-12-06 // 19:00 Uhr // AudiMax, Hörsaal XXIII

Saatgut bildet die Grundlage all unserer Lebensmittel. Die Debatte darüber hat in den letzten Jahren viele rechtlich-ethische Fragen aufgeworfen. Die Forderung Biopatente auf die Saat setzten zu könne,n nahmen in den letzten Jahren auch mit der Weiterentwicklung neuer Züchtungsmethoden zu und auch in Supermärkten steht bereits patentiertes Gemüse zum Verkauf.
Sind diese Patente moralisch überhaupt vertretbar oder sind sie viel mehr notwendig, um Fortschritt und Wirtschaftlichkeit der Züchtung zu gewährleisten?
In unserer Veranstaltung zu diesem Thema möchten wir über die Vor- und Nachteile der Saatgutpatente diskutieren und Ihnen das alternative Konzept der „RightSeeds“
gegenüberstellen, welches Saatgut als Gemeingut, wie es bis 1920 der Fall war, sieht.

Julia Tschersich arbeitet und promoviert in der SÖF Nachwuchsforschungsgruppe "RightSeeds" und wird uns den entsprechen Standpunkt näher bringen.
Eine VertreterIn der Pflanzenzucht wird hier bald als zweite RednerIn bekanntgegeben.

Eintritt frei.

AGRARENERGIE HEUTE - Wie steht es um erneuerbare Energien aus der Landwirtschaft?

2018-12-13 // 19:00 Uhr // AudiMax, Hörsaal XXIII

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis 2050 auf 80% zu erhöhen, um langfristig nachhaltiger zu wirtschaften und die Umweltbelastungen zu reduzieren. Die Grundlagen wurden im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben. Doch was hat die Landwirtschaft mit der Energiewende zu tun? Viele LandwirtInnen produzieren nicht mehr nur Lebensmittel, sondern beteiligen sich auch an der Energieversorgung des Landes. Biomasse von Ackerflächen speisen Biogasanlagen, welche sich zum wichtigsten Energieträger der erneuerbaren Energien entwickelt haben. Hinter der Energieerzeugung steckt ein lukratives Geschäft, doch Landnutzungskonflikte sind die Folge.

Unsere Referenten für diese Veranstaltung sind Jaqueline Daniel-Gromke vom Deutsche Biomasse Forschungsinstitut (DBFZ) in Leipzig und Dr. Torsten Gabriel von der Fachagentur "Nachwachsende Rohstoffe e.V.".

Eintritt frei.

Film » INHABIT «

2018-12-19 // 18:45 Uhr // Puschkino

Im Einklang mit Natur, Pflanze und Tier leben und dabei noch einen positiven Fußabdruck auf der Erde hinterlassen? Das alles scheint mit Permakulturen möglich.
Ob im Garten, auf dem Dach, nebenan im Park oder im großen Stil, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
„Inhabit“ porträtiert eine Reihe engagierter Menschen, die aus Leidenschaft zur Natur Landwirtschaft anders gestalten wollen.
Und eins wird deutlich: Wir Menschen tragen die Kräfte die Erde zu retten in uns, wir müssen sie nur nutzen!

Anschließend möchten wir gemeinsam mit euch diskutieren welche Bedeutung gelebte Utopien heutzutage für eine Gesellschaft haben können und welches Transformationspotential ihnen innewohnt.

LANDWIRTSCHAFT 4.0 - Bauer sucht Cloud

2019-01-10 // 19:00 Uhr // AudiMax, Hörsaal XXIII

Die Landwirtschaft ist unlängst digital, denn seit vielen Jahren nutzen Landwirte Systeme, die die Arbeit erleichtern und einen effizienteren und nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen versprechen können. Unter Digitalisierung versteht man im Allgemeinen den Transfer von analogen Informationen zu Digitalen und im Weiteren die Automatisierung von Arbeitsprozessen. Sie beginnt in der Landwirtschaft bei digitalen Ackerschlagkarteien, geht über automatische Melkroboter, hin zu ersten Prototypen von selbstfahrenden Traktoren.
Wie sieht es aus mit Datenschutz und Datenhoheit? Lässt sich Zeit sinnvoll einsparen oder verlagert sich der Aufwand nur? Beschleunigt der Innovationsdrang einen rasanten Strukturwandel und führt möglicherweise zu einem Bezugsverlust zur bäuerlichen Praxis?
Diese und weitere Fragen zur praktischen Ausrichtung aber auch grundlegende Fragen zur Digitalisierung sollen in der Podiumsdiskussion aufgegriffen und geklärt werden.

Es diskutieren:
Bernd Voß, Landwirt und Abgeordneter im Landtag Schleswig-Holstein für Bündnis 90/Die Grünen

Harald Ebner, Diplom- Agraringenieur, Mitglied des Bundestages und beim Bündnis 90/Die Grünen

Marc Büchner, Geschäftsführer des Landwirtschaftsunternehmens Elsteraue

Moderation sowie eine VertreterIn der Digitatlisierungsbranche werden bald bekanntgegeben

Eintritt frei.