ASQ Nachhaltigkeit 2024

ASQ

Die Bewerbung für die ASQ-Nachhaltigkeit ist leider nicht mehr möglich.

Wir laden dich jedoch gerne zu unserer Ringvorlesung ein! 

Hier geht's zur aktuellen Vorlesungsreihe

Ringvorlesung

Die Vorlesungen finden mittwochs 18:15 - 19:45 Uhr im Audimax statt. 

Alle Termine in der Übersicht: 


17.04. | Nachhaltiger Strukturwandel im Braunkohlerevier? Wege in die Postkohle-Zukunft                                                                                                    (Felix Schiedlowski, Zentrum für interdisziplinäre Regionalstudien) 

24.04. | Salz im Fluss - Vom Einfluss des Menschen auf Fließgewässer (Christian Kunz, BUND Sachsen-Anhalt) 

15.05. | Gemeinsam gegen die Klimakrise                                                          (Luisa Neubauer, Fridays for Future) 

05.06. | Biokunstoffe: Eigenschaften, Risiken und Nebenwirkungen        (Dr. Stephan Kabasci, Fraunhofer UMSICHT) 

19.06. | Erhitztes Klima und Demokatiegefährdung Wie Klimaschutz von Rechtsaußen behindert wird                                                                            (Christoph Richter, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft)

vergangene Termine

Nachhaltiger Strukturwandel im Braunkohlerevier? Wege in die Postkohle-Zukunft

Die Regionen im Braunkohlerevier stehen vor vielfältigen Herausforderungen im aktuellen Transformationsprozess. Der abrupte Übergang von der Braunkohleförderung hin zu nachhaltigeren Energiequellen birgt wirtschaftliche Unsicherheiten und den Verlust von Arbeitsplätzen, die oft über Generationen hinweg existierten. Darüber hinaus müssen soziale Strukturen und Gemeinschaften umgestaltet werden, um den Wandel zu bewältigen und den sozialen Zusammenhalt zu erhalten. Die ökologischen Auswirkungen der Braunkohleindustrie erfordern ebenfalls umfassende Maßnahmen zur Renaturierung und zum Umweltschutz. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert eine umfassende Strategie, die sowohl wirtschaftliche als auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt.

Felix Schiedlowski ist Ethnologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er forscht unter anderem zum Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier.

Mittwoch, 17. April 2024, 18:15
Audimax XXlll (Universitätsplatz 1)

Salz im Fluss – Vom Einfluss des Menschen auf Fließgewässer

Die Versalzung der Flüsse in Deutschland stellt eine ernste Herausforderung dar, die weitreichende Probleme mit sich bringt. Durch verschiedene menschliche Aktivitäten wie Landwirtschaft, Bergbau und industrielle Prozesse gelangen Salze in die Flüsse, was zu einer Erhöhung der Salzkonzentration im Wasser führt. Dieser Prozess hat negative Auswirkungen auf die Wasserqualität, die ökologische Balance der Flusssysteme und die Trinkwasserversorgung. Die erhöhte Salzkonzentration kann die Lebensbedingungen für aquatische Lebensformen beeinträchtigen und die Böden in den Flussniederungen schädigen. Darüber hinaus müssen Flüsse zusätzlich mit weiteren Herausforderungen wie Verschmutzung durch Abwässer, Erosion, Wassermangel in Trockenperioden und Hochwasserrisiken umgehen. Der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Flüsse sind daher von entscheidender Bedeutung, um ihre ökologische Integrität zu erhalten und ihre wichtige Rolle für Mensch und Natur zu gewährleisten.

Christian Kunz ist Landesgeschäftsführer beim BUND Sachsen-Anhalt. In der Vergangenheit hat er in verschiedenen Projekten am Grünen Band und an der Elbe sowie durch sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im BUND-Landesvorstand wertvolle Erfahrungen im Umwelt- und Naturschutz gesammelt.

Nach einer handwerklichen Ausbildung studierte Kunz Wasserwirtschaft und im Anschluss Ingenieurökologie. Sein beruflicher Fokus in der Forschung lag in der ökologischen, dezentralen Abwasserreinigung und in der Gewässerbewertung und –renaturierung. Frei fließende Flüsse mit ihren Auengewässern liegen ihm besonders am Herzen.

Mittwoch, 24. April 2024, 18:15
Audimax XXlll (Universitätsplatz 1)

Gemeinsam gegen die Klimakrise

Die Demonstrationen gegen die Klimakrise sind zu einem symbolischen Ausdruck der globalen Besorgnis über den Klimawandel geworden. Von kleinen Städten bis zu den größten Metropolen versammeln sich Menschen aller Altersgruppen, um gemeinsam für drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu protestieren. Angeführt von Aktivistinnen wie Luisa Neubauer und unterstützt von Umweltorganisationen wie Fridays For Future, haben diese Demonstrationen eine breite Palette von Forderungen, darunter eine schnelle Abkehr von fossilen Brennstoffen, die Förderung erneuerbarer Energien und eine gerechtere Verteilung der Lasten des Klimawandels. Diese Proteste dienen nicht nur als Weckruf an die Politik, sondern auch als Symbol für die Entschlossenheit der Zivilgesellschaft, eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für kommende Generationen zu sichern.

Luisa Neubauer ist eine deutsche Klimaaktivistin und eine führende Stimme der Fridays for Future-Bewegung. Als eine der prominentesten Vertreterinnen der jungen Generation setzt sie sich leidenschaftlich für den Klimaschutz und eine nachhaltige Zukunft ein. Neben ihrem Aktivismus ist sie auch als Autorin und Rednerin aktiv und setzt sich in politischen Foren für wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten ein.

Mittwoch, 15. Mai 2024, 18:15
Audimax XXlll (Universitätsplatz 1)

Biokunststoffe: Eigenschaften, Risiken und Nebenwirkungen

Biokunststoffe sind eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen, die aus Ressourcen wie Pflanzenölen, Maisstärke oder anderen organischen Materialien hergestellt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoffen, die auf Erdöl basieren und eine erhebliche Umweltbelastung darstellen, haben Biokunststoffe das Potenzial, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und die Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Ressourcen zu reduzieren.

Allerdings sind Biokunststoffe nicht frei von Risiken. Die Herstellung und Entsorgung von Biokunststoffen erfordert oft den Einsatz von Chemikalien und Energie, was zu Umweltbelastungen führen kann, wenn sie nicht nachhaltig durchgeführt werden. 

In diesem Vortrag wollen wir erfahren wo wir bei der Herstellung von Biokunststoffen stehen und ob sie die herkömmliche Herstellungsweise von Kunststoffen ersetzen können.

Dr. Stephan Kabasci studierte und promovierte an der Fakultät Chemieingenieurwesen der technischen Universität Dortmund. Seit 1992 ist er Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen, zunächst als Projektingenieur und Projektleiter im Bereich Umwelttechnik. Später leitete er die Arbeitsgruppe „Bioverfahrenstechnik“ und das Geschäftsfeld „Nachwachsende Rohstoffe“. Von 2013 bis 2021 war er Abteilungsleiter „Biobasierte Kunststoffe“. Heute ist er in der Abteilung Forschungsmanagement verantwortlich für die Projektentwicklung im Fokusthema Circular Economy. 

Mittwoch, 5. Juni 2024, 18:15
Audimax XXlll (Universitätsplatz 1)

Erhitztes Klima und Demokatiegefährdung – Wie Klimaschutz von Rechtsaußen behindert wird

Rechtsaußen-Gruppierungen und populistische Bewegungen stellen eine ernsthafte Bedrohung für den wirkungsvollen Klimaschutz dar. Ihre Politik der Leugnung des Klimawandels, der Verharmlosung seiner Auswirkungen und der Blockierung von dringend benötigten Umweltschutzmaßnahmen gefährdet nicht nur unsere Umwelt, sondern auch die Zukunft kommender Generationen.

Indem sie Desinformation verbreiten und wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren, verhindern rechtsaußen orientierte Akteure die Umsetzung von politischen Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien. Sie stellen den Profit kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen über den Schutz unseres Planeten und seiner Bewohner.

Darüber hinaus schüren sie oft Ängste und Vorurteile gegenüber internationaler Zusammenarbeit und multilateralen Umweltschutzabkommen, was die dringend benötigte globale Koordination und Solidarität im Kampf gegen den Klimawandel untergräbt.

Wie können wir mit diesen Bewegungen umgehen und den notwendigen Klimaschutz vorranbringen?

Christoph Richter hat Soziologie, Ethnologie und Journalistik studiert. Zwischen 2017 und 2020 arbeitete er als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter in verschiedenen Forschungsprojekten des IDZ mit, darunter an einer bundesweiten Studie zu Hatespeech und Untersuchungen zu den soziostrukturellen Bedingungen der AfD-Wahlerfolge bei der Bundestags-, Kreis- und Landtagswahl in Thüringen.

Seit Juni 2020 ist Christoph Richter als wissenschaftlicher Mitarbeiter am IDZ beschäftigt und arbeitet im Rahmen des Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt u. a. zu internationalem Rechtspopulismus und globaler ökologische Krise.

Mittwoch, 19. Juni 2024, 18:15
Audimax XXlll (Universitätsplatz 1)