SS 2021

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass sich erneut ein Projektteam gefunden hat, um die Veranstaltungreihe Bioethik im diesem Sommersemester wieder anzubieten! 

Philosophie

„Bioethik“ ist eine Veranstaltungsreihe, die aus dem Gedanken entstanden ist, dem Studium der Biowissenschaften eine moralisch-normative Bildung hinzuzufügen. Ursprünglich klein angesetzt, wurde der Andrang auch aus anderen Fakultäten bald sehr groß und mittlerweile ist die Veranstaltungsreihe „Bioethik“ auch außerhalb der Universität bekannt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen die Aufklärung und die Diskussion von polarisierenden Problematiken und gesellschaftlichen Tabuthemen wie Organspende und Sterbehilfe. Daher werden sowohl Naturwissenschaftler, Ärzte, aber auch Autoren, Philosophen und Betroffene als Dozenten eingeladen, um das Thema an mehreren Abenden über ein breites Meinungs- und Kompetenzspektrum zu betrachten.

Ziel der Veranstaltungen ist es, den Besuchern einen tiefgängigen Einblick in das Rahmenthema zu geben und verschiedenen Meinungen eine Bühne zu bieten. Anschließend an die Vorträge werden die Besucher dazu angeregt sich auf einem neutralen Boden untereinander über das Thema auszutauschen und an der Diskussion teilzuhaben.

Wir vom SFi e.V. finden es – auch aufgrund des aktuellen Diskussionsklimas – wichtig, auf einen produktiven Meinungsaustausch hinzuarbeiten und antagonisierenden Meinungen das Streitgespräch zu ermöglichen. Die Vorlesungsreihe „Bioethik“ trägt unbequeme Themen an ein breites Publikum und rückt diese damit in den Alltag.

Organisation

Die Idee zur Veranstaltungsreihe Bioethik stammt von Studierenden der MLU. Die SFi e.V. hat diese aufgegriffen und zu einem konkreten Konzept weiterentwickelt.

Bei Fragen und Interesse wendet euch bitte an: bioethik@sfi-halle.de

kommende Termine

Bioethik: Was ist „Bioethik“? (Seminar)

Das Seminar dient als Willkommensveranstaltung zur Veranstaltungsreihe und soll eine Einführung sein und einen ersten Überblick über die Themen der Bioethik vermitteln. Referieren werden ehemalige Mitglieder des Organisationsteams.

Dienstag, 18. Mai 2021, 18:00
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Bioethik: Wissenschaftskommunikation (Workshop)

Die Frage, wie der Mensch mit seinem lebenden Umfeld agieren sollte, wird im Hinblick auf neueste naturwissenschaftliche und biotechnische Erkenntnisse und Methoden immer aktueller. In Diskussionen sind die Fronten nicht selten verhärtet. Der Grund hierfür liegt im fehlenden interdisziplinären Dialog und an der mangelnden Auseinandersetzung mit den bestehenden Dogmen und dem rasanten Fortschritt von Wissenschaft und Forschung. Die Bioethik versucht Antworten zu geben, wie verantwortungsvoller Umgang mit Leben aussehen kann, soll und muss.

Inhalte:

  • Probleme von Wissenschaftskommunikation
  • Notwendigkeit und mögliche Ziele von Wissenschaftskommunikation
  • Wege der Wissenschaftskommunikation

Referentin: Rebecca Winkels (Wissenschaft im Dialog)

Dauer: etwa 2 Stunden

Anzahl Teilnehmende: ca. 20 (Anmeldung via Stud.IP erforderlich)

Der Workshop wird in Kooperation mit dem Arbeitskreis Uni im Kontext des Studierendenrates angeboten.

Dienstag, 25. Mai 2021, 18:00
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Bioethik: Diskussionsführung (Workshop)

Die Veranstaltungsreihe legt einen Hauptfokus darauf, die Teilnehmenden auch aktiv in einen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft einzubinden. Dabei soll allerdings ein Beitrag dazu geleistet werden, diesen Austausch zu zielführender zu gestalten. Aus diesem Grund sollen im Rahmen des Workshops wichtige Werkzeuge für die effiziente Führung von Diskussionen als Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte vermittelt werden.

Inhalte:

  • rhetorische und argumentative Werkzeuge
  • gewaltfreie Kommunikation

Referent:innen: Volkhild Klose, Steffi Schwarzack, 3 Studierende (Sprechwissenschaften MLU)

Dauer: etwa 2,5 Stunden

Anzahl Teilnehmende: ca. 20 (Anmeldung via Stud.IP erforderlich)

Dienstag, 1. Juni 2021, 18:00
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Bioethik: Tierversuche (Diskussionsveranstaltung)

Tierversuche in der Forschung werden immer wieder höchst kontrovers diskutiert. Während Gegner:innen oft ethische Argumente wie die Leidensfähigkeit und das Schmerzempfinden von Wirbeltieren ins Feld führen oder auch auf Probleme der Übertragbarkeit von entsprechenden Versuchen auf den Menschen hinweisen, sehen die Befürworter:innen besonders den Beitrag der Tierversuchsforschung zur Rettung von Menschenleben und empfinden Ersatzmethoden als unzureichend. Wie soll verantwortungsvolle Forschung in Zukunft mit dem Thema Tierversuche umgehen?

Inhalte:

Gegenüberstellung Pro- und Contra-Inputvorträge, erst Austausch der Argumente auf dem Podium, anschließend öffentliche Diskussion mit dem Publikum

Referent:innen: Stefanie Schindler (Menschen für Tierrechte; Contra) und Roman Stilling (Tierversuche verstehen; Pro)

Dienstag, 8. Juni 2021, 18:00
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Bioethik: Grüne Gentechnik (Podiumsdiskussion)

Die Ernährung Menschen ist bei einer ständig wachsenden Weltpopulation eine enorme Herausforderung, der sich Wissenschaft und Forschung zu stellen versuchen. Wie kann es jedoch sein, dass neueste Entwicklungen von genmodifizierten Pflanzen oder effizienteren Düngemittelsysteme auf massive gesellschaftliche Ablehnung stoßen und in weiten Teilen der Welt nicht zur Anwendung kommen können? Welche Schattenseiten gibt es? Ist die Ernährung der Zukunft auch in Zeiten des Klimawandels gesichert? Was muss passieren, wo liegen die Hürden?

Moderation: Robin Rolnik

Referent:innen: N.N.

Dienstag, 29. Juni 2021, 18:00
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