Veranstaltungsreihe Bioethik 2026

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass sich erneut ein Projektteam gefunden hat, um die Veranstaltungreihe Bioethik im diesem Wintersemester wieder anzubieten! 

Philosophie

„Bioethik“ ist eine Veranstaltungsreihe, die aus dem Gedanken entstanden ist, dem Studium der Biowissenschaften eine moralisch-normative Bildung hinzuzufügen. Ursprünglich klein angesetzt, wurde der Andrang auch aus anderen Fakultäten bald sehr groß und mittlerweile ist die Veranstaltungsreihe „Bioethik“ auch außerhalb der Universität bekannt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen die Aufklärung und die Diskussion von polarisierenden Problematiken und gesellschaftlichen Tabuthemen wie Organspende und Sterbehilfe. Daher werden sowohl Naturwissenschaftler, Ärzte, aber auch Autoren, Philosophen und Betroffene als Dozenten eingeladen, um das Thema an mehreren Abenden über ein breites Meinungs- und Kompetenzspektrum zu betrachten.

Ziel der Veranstaltungen ist es, den Besuchern einen tiefgängigen Einblick in das Rahmenthema zu geben und verschiedenen Meinungen eine Bühne zu bieten. Anschließend an die Vorträge werden die Besucher dazu angeregt sich auf einem neutralen Boden untereinander über das Thema auszutauschen und an der Diskussion teilzuhaben.

Wir vom SFi e.V. finden es – auch aufgrund des aktuellen Diskussionsklimas – wichtig, auf einen produktiven Meinungsaustausch hinzuarbeiten und antagonisierenden Meinungen das Streitgespräch zu ermöglichen. Die Vorlesungsreihe „Bioethik“ trägt unbequeme Themen an ein breites Publikum und rückt diese damit in den Alltag.

Organisation

Die Idee zur Veranstaltungsreihe Bioethik stammt von Studierenden der MLU. Die SFi e.V. hat diese aufgegriffen und zu einem konkreten Konzept weiterentwickelt. 

Bei Fragen und Interesse wendet euch bitte an: bioethik@sfi-halle.de

kommende Termine

Film: Die Lebenden reparieren

Der junge Simon – gerade erst siebzehn Jahre alt – ist nach einem Autounfall Hirntod. Ein junger Assistenzarzt muss einfühlsam und taktvoll eine dringende Frage stellen. Simons Eltern stehen vor der wohl schwersten Entscheidung. Sollen seine Organe zur Spende freigegeben werden? Derweil läuft der zweifachen Mutter Claire die Zeit davon. Sie benötigt dringend ein Spenderherz, da ihres zu versagen droht. Das bewegende Drama „Die Lebenden reparieren“ zeigt den Grenzbereich zwischen pulsierendem Leben und unwiderruflichem Tod und wirkt in den verschiedenen Rollen – Eltern, Mediziner, Spender und Empfänger – gleichzeitig anrührend, poetisch und emotional aufwühlend. Herzlose Gerätemedizin? Fehlanzeige! Diese präzise und einfühlsame Romanverfilmung schafft es, die moderne Transplantationsmedizin mit Schicksalen und Beziehungen zu verknüpfen und so sowohl die Wucht der Verzweiflung als auch die Kraft der Hoffnung darzustellen. 
Im Anschluss besteht die Möglichkeit ins Gespräch über den Film zu kommen.

- der Film findet im Rahmen der kritischen Einführungswochen 2026 statt -

Montag, 19. Oktober 2026, 18 Uhr
Puschkino (Kardinal-Albrecht-Straße 6)

Tierversuche in Medizin und Forschung

Referentin: Heike Weinert (Tierschutzbeauftragte UKH, Ethikkommision UKH)

Dienstag, 27. Oktober 2026, 19 Uhr
(Melanchthonianum)

Organoid Intelligence und KI: Ethische Fragen an der Grenze von Biologie und Technologie

Referent: Prof. Dr. med Philipp Kellmeyer (Uni Mannheim)

Dienstag, 24. November 2026, 19 Uhr
(Melanchthonianum)